Oestrich-Winkel. Der Bund fördert im Rahmen seines Corona-Programms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ 1.000 zusätzliche „Sprach-Kitas“. Mindestens eine davon soll in Oestrich-Winkel sein. Dieses Ziel verfolgt die CDU-Fraktion mit einem Antrag, den sie für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eingereicht hat.
„In einer ‚Sprach-Kita‘ wird der gesamte Alltag genutzt, um die Kinder in ihrer Sprachentwicklung anzuregen und zu unterstützen. Diese alltagsintegrierte Sprachförderung hilft, Defizite zu beheben bzw. zu vermeiden, und verbessert die Startchancen ins Leben“, erklärte die Stadtverordnete und Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper. Es finde eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern statt, denn auch zuhause sei ein sprachanregendes Umfeld wichtig.

Die Beherrschung der deutschen Sprache sei der Schlüssel für einen gelingenden Weg in Schule, Beruf und Gesellschaft. „Sie ist das entscheidende Kommunikationsmittel“, so die CDU-Politikerin. Deshalb müsse früh angesetzt und bereits in der Kita ein Schwerpunkt auf sprachliche Bildung gelegt werden.
Das Modell der „Sprach-Kita“ habe sich bundesweit bewährt. Die Sprachförderung, die mit dem Aktionsprogramm „Familienfreundliches Oestrich-Winkel“ und durch den Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan mit Unterstützung des Landes in den Kitas etabliert worden sei, könne auf diese Weise intensiviert werden.

Die Aufstockung des Bundesprogramms biete die Chance für Oestrich-Winkel, sich als Standort zu bewerben. Es richte sich vorwiegend an Kitas, die von einem überdurchschnittlichen Anteil von Kindern mit sprachlichem Förderbedarf besucht werden. „Um die Erfolgschancen zu erhöhen, soll im ersten Schritt gemeinsam mit den kirchlichen Kita-Trägern geprüft werden, inwiefern die Kita-Standorte die Förderkriterien erfüllen. Anschließend kann die Interessensbekundung beim Bund auf den Weg gebracht werden“, erläuterte Fraktionsvorsitzender Pavlos Stavridis.

Die Förderung durch den Bund umfasse eine zusätzliche Fachkraft, die das Kita-Team im Bereich der sprachlichen Bildung unterstützt. Zusätzlich werde eine Fachberatung finanziert, die kontinuierlich die Qualitätsentwicklung in der „Sprach-Kita“ begleite.

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