CDU beantragt Wasserkonzept - Mehr Brauchwasser-Zapfstellen

Oestrich-Winkel. Für Oestrich-Winkel soll demnächst eine Gefahrenabwehrverordnung Trinkwasserknappheit erlassen werden, die das Verhalten in Notsituationen vorgibt. Der CDU-Fraktion reicht dies nicht aus. „Es besteht darüber hinaus dringender Handlungsbedarf. Um der zunehmenden Wasserknappheit entgegen zu wirken und die Wasserversorgung dauerhaft sicherzustellen, brauchen wir umfassende Maßnahmen, die vorbeugend wirken“, erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Tabea Klepper.

Die CDU fordert, dass ein Wasserkonzept mit einem Maßnahmenkatalog „Wasser sparen – Versorgung klimafest machen“ für Oestrich-Winkel erarbeitet wird. Es soll der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt und dann umgesetzt werden. Ziel sei es, den Trinkwasserverbrauch zu reduzieren, die Brauchwasserversorgung auszubauen sowie weitere Möglichkeiten der Wassergewinnung zu prüfen und umzusetzen.

„Trinkwasser ist ein kostbares Gut. Es muss verantwortungsbewusst damit umgegangen werden. Der Klimawandel, der in den heißen und trockenen Sommern der letzten drei Jahre spürbar war, hat die Situation deutlich verschärft. Dies lässt sich am Rückgang bei den Niederschlägen und dem Absinken des Grundwasserspiegels ablesen“, erläuterte die CDU-Politikerin.

„Jeder kann einen Beitrag leisten“, betonte Fraktionsvorsitzender Pavlos Stavridis. Um eine breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, sollen Anreize für den sparsamen Umgang mit Wasser gesetzt werden. Das Bewusstsein für die Problematik müsse durch Information gestärkt werden. Hierzu könne die Wasserampel beitragen, die die Rheingauwasser GmbH entwickelt hat. Es soll geprüft werden, ob eine individuelle Form möglich ist, mit der die Situation im Oestrich-Winkeler Stadtgebiet tagesaktuell und öffentlich zugänglich dargestellt werden kann.

Eine wichtige Maßnahme möchte die CDU im Vorgriff auf das Konzept sofort umgesetzt haben: die Einrichtung von weiteren öffentlichen Zapfstellen für Brauchwasser. „Das Angebot muss zeitnah erweitert werden. Die bestehenden Anlagen werden rege genutzt – insbesondere von Winzern und für die Gartenbewässerung, die Nachfrage steigt“, so der Fraktionsvorsitzende.

Die Stadtverordnete und Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper regt an, dass für den Ausbau der Brauchwasseranlagen und die Erstellung des Wasserkonzepts umgehend Fördermittel beantragt werden, um die Finanzierung zu sichern. „Das Land fördert kommunale Projekte, die dem Klimaschutz und der Klimaanpassung dienen. Oestrich-Winkel ist Mitglied im Bündnis ‚Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen‘ und kann von einem erhöhten Fördersatz profitieren.“ In diesem Jahr bestehe aufgrund einer durch Corona bedingten Änderung der Förderrichtlinie sogar die Chance auf eine Vollfinanzierung.

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