„Als Schlag ins Gesicht der Wählerinnen und Wähler“ kritisiert die CDU Oestrich-Winkel die Wahl des neuen Ortsvorstehers von Oestrich, der mit den Stimmen von SPD und Grünen ins Amt gekommen ist. „Hier wird der Wählerwille verhöhnt. Er ist eindeutig und wird von Rot-Grün mit Füßen getreten. Die Bevölkerung hat der bisherigen Ortsvorsteherin Almut Hammer bei der Kommunalwahl einen überwältigenden Vertrauensbeweis geschenkt und wollte, dass sie ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann. Dies ist von Rot-Grün ganz bewusst verhindert worden“, erklärte CDU-Vorsitzender Albert Bungert.

Die Personalentscheidung sei von der SPD aus machtpolitischen Erwägungen mit Unterstützung der Grünen durchgedrückt worden. „Der SPD geht es nicht um die Weiterentwicklung von Oestrich, sondern einzig und allein darum, sich einen Posten zu sichern und aus persönlichen Gründen der bisherigen Ortsvorsteherin eine Niederlage zu bescheren. Statt ihre Leistung als stets präsente Ansprechpartnerin, Kümmerin und Gestalterin anzuerkennen, wurde sie auf unfaire Weise kalt abserviert“, kritisierte Fraktionsvorsitzender Pavlos Stavridis.

Die Grünen hätten sich zum Handlanger gemacht, indem ihre Vertreterin im Ortsbeirat dieses „traurige Machtspiel“ aus Verbundenheit zur SPD mitgetragen habe. „Die Grünen, die bisher immer die Arbeit von Almut Hammer geschätzt und mit ihr zusammengearbeitet haben, hätten hier Rückgrat zeigen und für ihre Wiederwahl stimmen können.“

Mit dieser Entscheidung gegen den Wählerwillen vergifte Rot-Grün nicht nur das politische Klima, sondern sorge für Politikverdrossenheit in der Bevölkerung und schade der Demokratie. Das Wahlverfahren – das System des Kumulierens und Panaschierens, mit dem die Wählerinnen und Wähler bewusst ihr Votum für Personen ihres Vertrauens abgeben könnten – werde durch diese Missachtung des Votums der Bürgerinnen und Bürger unterhöhlt und ad absurdum geführt.

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